RUNTER MIT CO2 | zum Klimawandel und was Sie tun können
 

KASSANDRAS CHRONIK

EINE TONNE, MEHR NICHT

AM BODEN BLEIBEN

MOBILITÄTSFRAGEN

WOHER DER STROM KOMMT

ENERGIE WOHER

MEIN EINKAUFSWAGEN

DAMPF MACHEN

UNSER GELD

BASEL, ZUM BEISPIEL

 

 

 

Über uns

Kontakt

Impressum

 
 
 

LEITEN WIR DIE WENDE EIN, JETZT

Mehr als 2 Grad Temperaturanstieg auf unserem Planeten führen, so die klare Aussage des «Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC» und des «Kopenhagen Consensus» zu einer ökologischen, wirtschaftlichen, politischen Katastrophe. Wir haben Zeit bis zum Jahr 2015, um dieses Schicksal abzuwenden, indem wir den Ausstoss von CO2 drastisch senken, hält das IPCC deutlich fest - wir müssen die Wende einleiten, jetzt.

schulter

KASSANDRAS CHRONIK

05.08.2010 Eine Meldung der Münchener Rück zu den Waldbränden in Russland und dem extremen Monsun in Asien:
Extreme Wetterereignisse – Zeichen des Klimawandels?
Das erste Halbjahr 2010 war die wärmste Periode seit 1880, dem Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen.
Deutschland erlebte den Monat Juli mit einer bundesweiten Durchschnittstemperatur von 20,2 Grad Celsius (°C) als viertwärmsten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, 3,3 Grad über dem klimatologischen Mittel von 16,9°C . Die Folgen waren spürbar: In ICE-Zügen fielen aufgrund der Hitzebelastung die Klimaanlagen aus. Kraftwerke waren gezwungen, ihre Leistung zu drosseln, da die Flusstemperaturen kritische Schwellen überschritten und die erforderliche Kühlung nicht mehr gewährleistet war.
In Russland brennen seit Juli aufgrund der extremen Hitze und Dürre Dörfer, Wälder und Torflandschaften, 50 Menschen starben allein bei den Bränden. Die Zahl der Hitzeopfer ist noch nicht bekannt. In Moskau wurde am 29. Juli mit 37,8 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord in den 130jährigen Wetteraufzeichnungen aufgestellt, aus anderen Orten Russlands wurden 40 Grad Celsius und mehr gemeldet.
In Pakistan trat bereits im Mai mit 53,5 Grad Celsius die höchste jemals in Asien gemessene Temperatur auf. Seit dem 22. Juli suchen Sturzfluten und Hochwasser weite Regionen Pakistans heim und haben bereits mehr als 1.100 Menschen das Leben gekostet. Hunderte sind noch vermisst, mehr als 30.000 auf der Flucht. Betroffen von den Fluten sind insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen. Es handelt sich um das zweitschlimmste Hochwasser in dem Land seit Beginn der Aufzeichnungen.
Zeichen des Klimawandels?
Kein einzelnes Wetterereignis gilt als Beleg für den Klimawandel. Doch in der Summe stellen die Rekorde bei Extremereignissen eine schlüssige Indizienkette dar, die durch weitere meteorologische Messdaten untermauert wird. Die Monate März, April, Mai und Juni 2010 waren global gesehen die jeweils wärmsten gemessenen Monate. Für den Juli wird erneut ein Hitzerekord erwartet.
Ein weiteres Zeichen:
Die Eisbedeckung im Nordpolarmeer war in den Monaten Juni und Juli noch nie so gering wie 2010. Für September wird ein neuer Minusrekord erwartet. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer minimalen Sonnenaktivität in den ersten sechs Monaten 2010. Das bedeutet, dass die Sonnenstrahlungsintensität als ein Kausalfaktor für die Extremereignisse auszuschließen ist.
Diese Fakten sprechen dafür, dass die globale Erwärmung eine relevante Rolle als Auslöser der zunehmenden Extremereignisse spielt. Diese Häufung zeigen auch Analysen der weltweit umfassendsten Naturkatastrophendatenbanken von Munich Re: Seit 1980 hat sich die Anzahl von extremen Wetterereignissen wie Stürmen und Überschwemmungen in etwa verdreifacht. Die Fortsetzung des Trends ist zu erwarten.

21.11.2009 Mit Blick auf die Klimakonferenz in Kopenhagen Darauf drängen, dass die Politikerinnen und Politiker in Kopenhagen tatsächlich zu einem wirksamen Klimaschutzabkommen kommen - anmelden unter tcktcktck.org und schreiben!

05.10.2009 Planetarische Grenzen: Ein sicherer Handlungsraum für die Menschheit Globale biophysikalische Grenzen definieren einen sicheren Handlungsraum für die Menschheit, in dem sich viele weitere Generationen nachhaltig entwickeln könnten, schlägt eine Gruppe von 28 international renommierten Wissenschaftlern vor. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ haben die Forscher erstmals neun dieser Grenzen auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstandes der Erdsystemforschung identifiziert. Sie einzuhalten wäre ein Ansatz, dem Klimawandel und anderen globalen Umweltrisiken des 21. Jahrhunderts zu begegnen, berichtet das Autorenteam. www.sonnenseite.com

23.09.2009 Eines der Hauptziele heutiger Umweltpolitik, das Senken von Treibhausgasemissionen, wurde in der Schweiz in der Zeit zwischen 1990 und 2005 nicht erreicht, wie aus einem Bericht des Bundesamtes für Statistik hervorgeht. Die Emissionen von Treibhausgasen stiegen vielmehr in dieser Zeitspanne um 2,2 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente von 61 Millionen auf 63,2 Millionen Tonnen. Dies entspricht einer Zunahme von 3,6 Prozent (s. Grafik). Zu den Treibhausgasen zählt man neben Kohlendioxid (CO 2 ) Lachgas (N 2 O) und Methan (CH 4 ). Hauptverursacher dieses Anstiegs sind die privaten Haushalte. Vor allem deren Verkehrsemissionen schnellten von 9 Millionen auf 10,8 Millionen Tonnen hoch (+20 Prozent). Diese Entwicklung lässt sich nur teilweise auf das Bevölkerungswachstum zurückführen. Auto und Flugzeuge wurden zwar verbrauchsärmer, aber auch schlicht vermehrt genutzt. Bei der Wirtschaft sieht es besser aus. Hier blieben die Emissionen aus dem Transport stabil (8,4 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente). Insgesamt ist der Transport in der Schweiz für 30 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. www.nzz.ch

14.09.2009 Die globale Abkühlung steht vor der Tür, sagte einer der führenden Autoren des letzten Reports des Weltklimarates (IPCC), Mojib Latif, an der Weltmeteorologiekonferenz in Genf. Noch in seinem letzten Bericht, im vergangenen Jahr mit großem Aufsehen vorgelegt, ging der IPCC von einer Temperaturerhöhung um 0,2 Grad Celsius jeweils für die kommenden Jahrzehnte aus. Für Latif bedeutet dies freilich nicht, schreibt die Zeitung Die Welt, dass er oder der Weltklimarat nun von der These des menschengemachten Treibhauseffektes, der die Erde tendenziell aufheize, abrücken müsse. Dieser Effekt, so prophezeit er, werde vielmehr nach 2020 wieder für eine Fortsetzung der globalen Erwärmung sorgen. Den Hintergrund für ihre neue Sicht der Dinge stellen Latif, Professor am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften und dem Hamburger Max-Planck-Institut für Meereswissenschaften, sowie seine Kollegen jetzt in der Zeitschrift "Nature" dar: Die Schwankungen des Golfstroms, der zurzeit tendenziell schwächelt, sowie das Wechselspiel von kalten und warmen Meeresströmungen an der südamerikanischen Pazifik-Küste (El Niño und La Nina). Diese und andere Bewegungen des Ozeanwassers seien demnach in ihren Klimamodellen besser berücksichtigt, als dies noch bei der Verabschiedung aller IPCC-Reporte im vergangenen Jahr der Fall gewesen war. www.newscientist.com

24.08.2009 Der WWF Deutschland begrüßt den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität, der heute vom Kabinett beschlossen werden soll, fordert jedoch Nachbesserungen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wenn Elektrofahrzeuge einen ambitionierten Beitrag zum Klimaschutz leisten sollen, muss ihre Markteinführung an den Ausbau der Erneuerbaren Energien über die jetzigen Ziele hinaus gebunden werden. Im derzeitigen Entwicklungsplan fehlt eine derartige Festlegung jedoch. Hier muss die nächste Bundesregierung nacharbeiten und sich zum zusätzlichen Ausbau Erneuerbarer Energien verbindlich bekennen. Der WWF kritisiert auch, dass der Entwicklungsplan keine wirksamen Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen setzt und ein Markteinführungsprogramm erst 2011 überhaupt prüfen will. „Deutschland soll zum Leitmarkt für Elektromobilität werden, aber die Bundesregierung möchte keine Kaufanreize für diesen Leitmarkt setzen. Damit fahren wir anderen Ländern hinterher, die statt auf die Abwrackprämie auf die Förderung effizienter und elektrischer Fahrzeuge gesetzt haben“, erklärt Viviane Raddatz, Verkehrsexpertin des WWF Deutschland.

11.08.2009 Wird es wärmer, nehmen Pflanzen weniger Co2 auf, das ist die schlechte Nachricht der ersten umfassenden Kohlenstoff-Inventur von Europas Biosphäre, «CarboEurope». Darin heisst es: «Der europäische Kontinent, der während der Vegetationsperiode normalerweise Kohlenstoff speichert, wurde im Juli und August 2003 zu einer Quelle von CO 2». Die Pflanzen unter Hitzestress pumpten im Sommer 2003 so viel Treibhausgas in die Atmosphäre, wie die europäischen Wälder normalerweise in fünf Jahren einlagern. Und in 50 Jahren könnte diese Ausnahme zur Regel werden, so die Warnung der Experten: Bei häufigeren Hitzewellen «könnten sich die europäischen Bodenökosysteme von Kohlenstofflagerstätten zu Kohlenstoffquellen verwandeln und damit die weitere Anhäufung von CO 2 in der Atmosphäre beschleunigen.» Es begänne ein Teufelskreis, den die Wissenschaft vornehm «positive Rückkopplung» nennt, schreibt Berhard Pötter in der NZZ am Sonntag. www.nzz.ch

25.07.2009 Nach einem Rekordwachstum in 2008 stabilisiert sich der Weltmarkt für Windenergieanlagen 2009 auf sehr hohem Niveau. Mit vergleichsweise sehr guter Finanzierungssicherheit gegenüber anderen Branchen und einem stabilen Heimatmarkt im Rücken behaupten deutsche Hersteller und Zulieferer ihre Spitzenstellung beim weltweiten Ausbau der Windenergie. So bringen der Bundesverband WindEnergie und VDMA Power Systems das Ergebnis der aktuellen Wertschöpfungsstatistik auf den Punkt. Die deutsche Wertschöpfung an allen weltweit produzierten Anlagen und Komponenten erhöhte sich im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf über 7,9 Milliarden Euro. Der weltweite Gesamtumsatz lag bei etwa 27 Milliarden Euro. www.wind-energie.de

11.05.2009 Der Klimawandel beschleunigt sich In dieser Woche wurde bekannt, dass der Klimawandel weit schneller droht als selbst Pessimisten bisher befürchtet hatten. Permafrost bedeckt ein Viertel des Festlandes unserer Erde. Und dieser Permafrost taut und lässt bereits die ersten Orte im Schlamm versinken – vor allem in Alaska und Sibirien. Durch das Auftauen der Permafrostböden könnten Milliarden Tonnen Methangas freigesetzt werden und dieses Gas wirkt 23mal mehr klimazerstörend als das CO2, das bislang als Haupt-Treibhausgas im Mittelpunkt aller Diskussionen um die Klimaveränderung stand. In unserer Zeit schwindet durch die schleichende Erderwärmung die Jahrtausende alte Permafrost-Landschaft im Norden unseres Planeten. Das haben Geowissenschaftler und Klimaforscher auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftler soeben in Wien berichtet. Vor allem in Nordalaska schreitet die Erosion schnell voran. An vielen Stellen unterspült das Meer bereits den Permafrost – die erst Küstenorte müssen den Umzug planen so wie die ersten Inseln im Indischen Ozean und im Pazifik wegen des Anstieg des Meeresspiegels schon geräumt werden mussten. www.sonnenseite.com

30.03.2009 In Deutschland sinkt der CO2-Ausstoß 2008 trotz steigenden Energieverbrauchs. Obwohl der Energieverbrauch 2008 leicht stieg, sank der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid aus Energieerzeugung und Prozessen um etwa zehn Millionen Tonnen oder 1,2 Prozent. Dies geht aus einer Studie des Energieexperten Hans-Joachim Ziesing hervor, der sich seit Jahren mit der Schätzung von Energieverbrauch und Klimagasausstoß beschäftigt. Offizielle Zahlen der Regierung sollen Ende des Monats vorliegen, erklärte das Umweltbundesamt. Ziesing machte für die Verringerung des CO2-Ausstoßes eine "Veränderung der Energieträgerstruktur" verantwortlich: Es würden mehr Energien genutzt, die vergleichsweise wenig Klimagase verursachen. Dazu zählen zum Beispiel erneuerbare Energien oder Erdgas.

27.03.2009 Der Think kommt nach Holland Der niederländische Transportminister, Camiel Eurlings, hat mit dem Segen des niederländischen Parlaments eine Summe von 10 Millionen Euro zur Förderung der elektrischen Mobilität geschaffen. Das war anfangs Jahr, und nun wird der neu geschaffene Fonds bereits aktiv – Holland bestellt beim norwegischen Autobauer Think! 500 Fahrzeuge und strebt an, dass im Jahr 2015 10'000 Elektroautos auf den Strassen rollen. think.no

05.03.2009 Trendstudie: Experten glauben an Revolution durch neue Konzepte.
Die nächste Generation von Elektroautos wird leicht, vollelektrisch und sicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Trendstudie unter 196 Experten aus Wissenschaft, Entwicklung, Zulieferung, Finanzwelt sowie der Automobilkonzerne. "Wir fragten, welche als wichtigste Bausteine eines neuen Elektrofahrzeugkonzepts gesehen werden. Das sollte zu Überlegungen außerhalb des jeweils eigenen Metiers anregen", sagt Studienautor Jörg Warnstorf.
Ein alltagstaugliches praktisches und leichtes Elektroauto bringt Mitsubishi im Sommer 2010 auf den Schweizer Markt, den iMIEV, der dereinst nicht mehr als 30'000 Franken kosten soll. www.mitsubishi.ch

28.02.2009 Die algerische Regierung will eine neue 0-Emissions-Stadt für 350.000 Einwohner bis zum Jahr 2020 aufbauen. In Algerien geht es um ein wichtiges Stadtentwicklungsprojekt in der Region Boughzoul, wo eine „Zero-Emission-City“ geplant und implementiert werden soll. Wo heute noch karge Wüstenlandschaft vorherrscht, sollen im Jahre 2025 rund 350.000 Einwohner in einer blühenden Stadt leben. Eine Stadt, die ohne fossilen Ressourcenverbrauch auskommt, weil die komplette Energieversorgung auf regenerativen Energien basiert und alle Stoffströme (Nahrung, Energie, Wasser/Abwasser, Abfall) zur größtmöglichen Ressourceneffizienz im Sinne eines kreislaufwirtschaftlichen Ansatzes in das Gesamtsystem integriert wurden. www.sonnenseite.com

15.02.2009 Griechenland entdeckt die Solarenergie Mitte Januar hat das griechische Parlament Änderungen zur Förderung Erneuerbarer Energien beschlossen, um dem Markt zu schnellem Wachstum zu verhelfen. „Die Gesetzesnovellierung kommt zum richtigen Zeitpunkt. Noch ist es nicht zu spät für Griechenland, an den Europäischen Photovoltaikboom anzuschließen – und sich dadurch sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile zu sichern“, so Peter Thiele, Executive Vice President Sharp Energy Solution Europe (SESE).
Sharp investiert denn auch massiv in den griechischen Markt - garantierte Einspeisevergütungen von 40 bis 50 Cent pro Kilowattstunde über 20 Jahre gehören ebenso zu den Neuerungen wie der Beschluss, eine jährliche Deckelung von 0,8 Gigawatt für Neuinstallationen aufzuheben.

09.02.3009 Die Solarenergiebranche rückt stärker in den Blickpunkt von Energieversorgern und Finanzinvestoren. Zwischen 2007 und 2008 hat sich der Gesamtwert der Fusionen und Beteiligungen (Mergers and Acquisitions, M&A) im Solarbereich von 1,15 Milliarden US-Dollar auf rund 5,36 Milliarden US-Dollar mehr als vervierfacht, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in der Studie "Renewables Deals 2008 - Annual Review" berichtet.
www.pwc.de

31.01.2009 15 Prozent der Energie in Deutschland wird aus erneuerbaren Energien erzeugt. Die Produktion von Ökostrom in Deutschland stieg im Jahr 2008 weiter: Erneuerbare Energien deckten mit 93,0 (2007: 87,9) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) gut 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, aufgrund vorläufiger Zahlen. Deutschland habe durch die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien das von der Europäischen Union für 2010 gesteckte Ziel von 12,5 Prozent bereits deutlich übertroffen. www.bdew.de

29.01.2009 Daimler-Chef Zetsche sieht Autoindustrie am Scheideweg sagte Dieter Zetsche sagte in Stuttgart bei einer Veranstaltung, für die Branche sei 2009 ein "Darwin-Jahr". In diesem Jahr würden wichtige Weichen gestellt, wer sich in der 'automobilen Evolution' behaupte. Es seien nicht die Stärksten, die überlebten, sondern diejenigen, die notwendige Veränderungen meisterten - rechtzeitig und besser als andere. Der Daimler-Chef forderte verstärkte Anstrengungen der Branche im Bereich der alternativen Antriebe.Zetsche sagte, der Anfang vom Ende des Öl-Zeitalters sei da."Diesen Wandel zu gestalten, wäre auch ohne Rezession eine außergewöhnliche Herausforderung."

26.01.2009 Ein McKinsey-Report sieht 40 Prozent weniger CO2 als machbar an
Ein radikales Umsteuern hin zu einer klimafreundlichen Weltwirtschaft ist zu überraschend geringen Kosten möglich. Zu diesem Schluss kommt ein heute in Brüssel veröffentlichter McKinsey-Report. Die jährlichen Aufwendungen für eine klimafreundliche Wirtschaftspolitik liegen demnach bei etwa 150 bis 400 Milliarden Euro im Jahr oder vier bis zehn Euro pro Tonne eingesparter Treibhausgase. Das entspricht weniger als einem Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. „Der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht nur notwendig, er ist auch bezahlbar“, so die Leiterin des WWF-Klimaprogramms, Regine Günther. Die Kosten eines ungebremsten Klimawandels seien ungleich höher, sie werden von Experten auf fünf bis 20 Prozent des Weltinlandsprodukts geschätzt.

17.01.2009 Weltrekord: 41,1 Prozent Wirkungsgrad für Mehrfachsolarzellen Die hocheffizienten Mehrfachsolarzellen finden ihren Einsatz in photovoltaischen Konzentratorsystemen für Solarkraftwerke in Ländern mit viel direktem Sonnenlicht. Forscher am Fraunhofer-Institut für Solar Energiesysteme ISE haben für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erstmals einen Wirkungsgrad von 41,1% erzielt und übertreffen somit den bis dahin bestehenden Rekord von 40,8 Prozent des National Renewable Energy Laboratory (NREL). Hierzu wurde das Sonnenlicht 454-fach auf eine 5 mm2 kleine, sogenannte Mehrfachsolarzelle aus den III-V-Halbleitern Gallium-Indium-Phosphid/Gallium-Indium-Arsenid/Germanium konzentriert. www.iwr.de

11.01.2009 Wissenschaftler des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht und der Universität Bern haben erstmalig die globale Häufigkeit von überdurchschnittlich warmen Jahren zwischen 1880 und 2006 statistisch untersucht. Ihr Ergebnis: Die dabei beobachtete Zunahme von warmen Jahren nach 1990 ist kein statistischer Zufall. Mithilfe der so genannten mathematischen „Monte-Carlo-Simulation“ haben die Küsten- und Klimaforscher Dr. Eduardo Zorita und Professor Hans von Storch des GKSS-Forschungszentrums gemeinsam mit Professor Thomas Stocker der Universität Bern berechnet, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass die Häufigkeit von warmen Rekordjahren nach 1990 ein Zufall ist, sondern dass sie von bestimmten externen Antrieben beeinflusst wird. Dass die 13 wärmsten Jahre seit 1880 nach 1990 zufällig stattgefunden hätten, entspräche einer Wahrscheinlichkeit von nicht mehr als 1:10000.Der Faktor 1:10000 lässt sich anhand des Glücksspiels „Kopf oder Zahl“ veranschaulichen: Wären die warmen Rekordjahre purer Zufall gewesen, so müsste bei dem Spiel 14mal hintereinander nur Kopf oder nur Zahl fallen. Zorita, E., T. F. Stocker, and H. von Storch (2008), How unusual is the recent series of warm years?, Geophys. Res. Lett., 35, L24706, doi:10.1029/2008GL036228

17.10.2008 Der Klimawandel in der Arktis nimmt dramatische Ausmaße an: Die Temperaturen in diesem Herbst liegen um satte fünf Grad über dem Normalwert - und damit so hoch wie noch nie seit Beginn der Messungen. Nun schmilzt das Eis im hohen Norden noch schneller, es droht eine Kettenreaktion. Der jährliche Bericht der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA verheißt nichts Gutes: Die Temperaturen in der Arktis liegen um fünf Grad über dem langjährigen Durchschnitt, schreiben die 46 Wissenschaftler aus zehn Ländern. Der Grund sei unter anderem der zuletzt dramatische Verlust von Meereis: Je weniger Eis auf der Wasseroberfläche schwimmt, desto weniger Sonnenlicht wird ins All reflektiert. Die Folge: Das Wasser und damit auch die Luft erhitzen sich noch schneller, wodurch wiederum mehr Eis schmilzt - der Klimawandel in der Arktis verstärkt sich durch diesen Rückkopplungseffekt selbst und ist deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Weltregionen.Die Schmelze der Eisberge erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert, für dieses Jahr rechnen die Wissenschaftler mit dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Messungen. Immerhin ist die Meereis-Bedeckung in diesem Jahr rund neun Prozent größer als 2007, heißt es in dem Bericht. Dennoch liege sie 34 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000. Damit bestätigen die Forscher Berechnungen des National Snow and Ice Data Center der USA vom September.Auch die Eisdecke auf dem Festland Grönlands geht rapide zurück. Im vergangenen Jahr verlor sie nach Angaben der Wissenschaftler ein Volumen von 101 Kubikkilometern. Der Bericht stellt auch einen bislang beispiellosen Anstieg des Meeresspiegels in der Arktis von 0,25 Zentimetern pro Jahr fest. www.arctic.noaa.gov

26.09.2008 Trotz aller Bemühungen um den Klimaschutz ist der weltweite Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid 2007 weiter angestiegen. Am stärksten nahmen die Emissionen laut einer Studie in Schwellenländern wie China und Indien zu. Wie Wissenschafter des Global Carbon Projects (GCP) am Freitag in Paris und Washington berichteten, stieg der Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre 2007 um 2,2 Teile pro Million (ppm) auf 383 ppm. Im Vorjahr hatte der Anstieg laut der Studie noch 1,8 ppm betragen.
Die Kohlendioxid-Emissionen des Jahres 2007 entsprechen laut den Experten fast 10 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Davon entfallen 8,5 Milliarden Tonnen auf die Verbrennung fossiler Rohstoffe und die Zementproduktion. Aber auch die grossflächige Rodung von tropischen Regenwäldern trug zu den Emissionen bei. Die Emissionen von fossilen Brennstoffen nahmen im Zeitraum von 2000 bis 2007 um jährlich 3,5 Prozent zu. Diese Zuwachsraten übertreffen sogar noch die schlimmsten Prognosen, die das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) für diesen Zeitraum gemacht hatte.

23.09.2008 Naturkatastrophen wie Stürme und Überflutungen werden künftig Millionen von Menschen zum Umsiedeln zwingen. Das prophezeit der neue Bericht "Planet Prepare", den die internationale Hilfsorganisation World Vision heute in Bangkok veröffentlicht hat. In dem 124-seitigen Bericht werden die verheerenden Folgen des Klimawandels für Küsten, Deltaregionen und Pazifikinseln beschrieben. Der deutsche Autor, Johannes Lütz, hält es für dringend erforderlich, in den nächsten Jahren die Küstenbewohner besser vor Überflutungen und Stürmen zu schützen. "Wir können selbst durch eine enorme Reduzierung der Treibhausgase nicht mehr verhindern, dass Klima-Katastrophen häufiger und heftiger auftreten als bisher. Wir können aber entscheiden, wo und mit welchen konkreten Schutzmaßnahmen wir Menschen auf bevorstehende Katastrophen vorbereiten." www.worldvision.de

18.09.2008 CO2-Gerangel in Brüssel - Umweltverbände warnen Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace befürchten ein Desaster für den Klima- und Verbraucherschutz der EU. Bei den aktuellen Verhandlungen über einen europaweiten CO2-Grenzwert für Pkw zeichne sich ein vollständiges Einknicken der Politik vor den Interessen der Autolobby ab. Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments habe in seiner Stellungnahme zum Entwurf der EU-Kommission eins zu eins den Vorschlag der Autoindustrie übernommen, einen CO2-Grenzwert mit dem sogenannten Phase-in erst stufenweise für die gesamte Flotte einzuführen und zusätzlich nicht genauer definierte »Öko-Innovationen« anzurechnen. „Das ist bewusste Irreführung der Wähler und Verbraucher“, moniert Lottsiepen. „Der Vorschlag des Industrieausschusses für 2012 entspricht dem heutigen Ist-Wert. Erst 2015 würde ein viel zu lascher Grenzwert greifen. Damit wird Klimaschutz zur Lachnummer und Autofahren für Millionen Autokäufer unnötig teurer.“

14.09.2008 Das Umdenken setzt sich fort. Gemäss einer Continental-Studie zeigen Autofahrer weltweit überraschend großes Interesse für Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb. Insgesamt wären 36,0 Prozent der Befragten bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 45,8 Prozent zeigen sich offen für den Erwerb eines Elektroautos. Dabei sind steigende Kraftstoffkosten und Umweltaspekte gleichermaßen Antriebsfedern. Das hat eine repräsentative Umfrage des internationalen Automobilzulieferers Continental - der ersten Studie dieser Art - unter mehr als 8.000 Autofahrern in acht bedeutenden internationalen Märkten ergeben. www.hybrid-autos.info

10.09.2008 Berlin tankt Strom: Mit „e-mobility Berlin“ starten die Daimler AG und die RWE AG heute das weltweit größte Gemeinschaftsprojekt für klimafreundliche Elektroautos. Diese fahren lokal emissionsfrei und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Initiative umfasst alle Komponenten für die effiziente Nutzung von batterieelektrischen Fahrzeugen – von modernster, innovativer Antriebstechnik bis hin zur kundenfreundlichen Infrastruktur. Daimler stellt mehr als 100 Elektroautos der Marken Mercedes-Benz und smart und sorgt für den Service der Fahrzeuge. RWE übernimmt die Entwicklung, den Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur mit rund 500 Stromladepunkten, die Stromlieferung und die zentrale Systemsteuerung. www.ecomobil-magazin.de

31.08.2009 Deutsche wollen sparsamere Autos. 83 Prozent der Bundesbürger verlangen von ihren politischen Repräsentanten, dass sie die Autoindustrie dazu zwingen, bis 2012 verbrauchsärmere Autos auf den Markt zu bringen. Für 67 Prozent der Deutschen ist beim Neuwagenkauf inzwischen der niedrige Verbrauch eines Wagens entscheidend. Damit liegt dieser Aspekt erstmals weit vor Sicherheit (42 Prozent), Motorleistung (12 Prozent) und Komfort (11 Prozent). Für technische Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung würden Neuwagenkäufer durchschnittlich 14 Prozent des Kaufpreises mehr ausgeben. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Brüsseler Meinungsforschungsinstitutes tns-opinions, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegeben hat. www.sonnenseite.com

24.08.2008 Der ehemalige US-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore hat die vollständige Umstellung der Stromversorgung in den USA auf erneuerbaren Quellen binnen zehn Jahren gefordert. Damit hat er unsere reale Vision bestätigt: Der Energiewechsel ist zeitnah möglich, nötig und dringlich. Was in den USA als realisierbar gilt, ist auch bei uns in Europa und erst recht in Deutschland machbar. Denn wir sind darauf wirtschaftlich und technologisch besser vorbereitet. Und wir können uns auf breite Zustimmung vieler Menschen stützen. www.wecansolveit.org

11.06.2008 Deutsche Autoindustrie setzt sich gegen Klimaschutz durch Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland im Streit um strengere Abgasgrenzwerte für Pkw scharf. Nach den Vorstellungen von Deutschland und Frankreich wird das ursprüngliche Zieldatum von 2012 aufgeweicht, indem die Hersteller erst nach und nach den durchschnittlichen Grenzwert von 120 Gramm CO2 pro Kilometer für ihre gesamte Flotte erreichen müssten. Zudem sollten die Strafen für säumige Konzerne weiter herabgesetzt und sogenannte Öko-Innovationen angerechnet werden.

17.05.2008 Das erste serienmässige Elektroauto kommt aus Norwegen. Es ist eine deutsche Entwicklung, aber eine norwegische Firma bringt das erste Elektroauto in Serie auf den Weltmarkt - und zwar noch im Jahr 2008. Die norwegische Firma Think Global produziert das Auto Think City - es soll zuerst in Skandinavien und in der Schweiz, später in London, Paris, Mailand und Amsterdam fahren. 10.000 Fahrzeuge sollen pro Jahr produziert werden. Über 3.500, sagt Think Global, seien schon vor bestellt für jeweils 20.000 Euro. Bei der Planung standen den Leuten von Think Global Profis von Porsche Consulting zur Seite. Das Auto fährt mit einer Batterieladung 180 Kilometer weit und erreicht 100 km/h.

13.05.2008 Treibstoff aus Algen ist angesagt. Seit Jahrmillionen wird die Energie der Sonne so in chemische Energie umgewandelt. Ein weiterer Vorteil: Kohlendioxid wird gebunden, was gerade heute, wo die C02-Problematik ein wesentlicher Fakt des Klimawandels ist, besonders wichtig scheint. Das heißt, in Zukunft können etwa Wärmekraftwerke mit BioDiesel-Produktionsanlagen samt Algenstation zur Energiegewinnung gekoppelt werden und eine sinnvolle Kombination ergeben. Ein geschlossener Wasserkreislauf garantiert dabei eine umweltschonende und nachhaltige Produktion. Frisches Trinkwasser ist dazu nicht notwendig. Mikroalgen produzieren essentielle Fettsäuren, die man in naher Zukunft zur Biodieselherstellung (und später möglicherweise zu Bioethanol bzw. zu Biowasserstoffherstellung) verwenden kann. Da diese Algen extrem rasch wachsen, sind sie weit produktiver als heute für Biosprit verwendete Pflanzen. www.sonnenseite.com

21.04.2008 Seit die Klimaforscher verstärkt an die Öffentlichkeit getreten sind, ist das Thema Einsparung von CO2 in aller Munde. Es verwundert deshalb nicht, dass sich über 90 Prozent der Verbraucher für dieses Problem einsetzen möchten. Haben in der Vergangenheit nur etwas mehr als ein Fünftel CO2-neutrale Produkt eingekauft, so wollen dies in Zukunft fast 90 Prozent tun. Mehr als drei Viertel der Verbraucher wünschen sich vor allem für die Bereiche „Auto & Verkehr" sowie „Energie & Versorgung" CO2-neutrale Produkte, wie die Studie des Lehrstuhls für Marketing I der Johannes Gutenberg-Universität im Rahmen einer aktuell durchgeführten Befragung herausfand. Ebenfalls sehr wichtig mit knapp 70 Prozent wird die Branche „Logistik und Transport" sowie mit 57 Prozent „Urlaub & Reisen" angesehen.

29.03.2008 Björn Lomborg, der Skeptiker schlägt wieder zu. In seinem Buch «Cool it», das innert Kürze die Ranglisten von Amazon bis weit nach oben erkletterte, erklärt Björn Lomborg dreierlei: erstens, der Klimawandel existiert, aber er hat auch seine gute Seiten; zweitens, die Angaben über den Klimawandel werden meist übertrieben; drittens - die Bekämpfung des Klimawandels kommt viel zu teuer im Vergleich zu anderen Massnahmen (Armutsbekämpfung, Verbesserung der Lebensmittelproduktion). Eine fundierte, kritische Auseinandersetzung mit Lomborgs Thesen steht noch aus www.lomborg.com.

21.03.2008 Der Klimawandel könnte zu nie da gewesenen Rückschlägen bei der Armutsbekämpfung, Ernährung, Gesundheit und Bildung führen. Deshalb sollte sich die Welt auf diese fatalen Wirkungen des Klimawandels auf die Entwicklung konzentrieren, mahnt der Bericht über die menschliche Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Der Bericht mit dem Titel „Den Klimawandel bekämpfen: Menschliche Solidarität in einer geteilten Welt“ zeigt deutlich die durch die Erderwärmung entstehenden Bedrohungen. In dem Bericht wird argumentiert, dass die Welt sich auf einen Scheidepunkt zu bewegt. Dies kann dazu führen, dass die ärmsten Länder der Welt und die ärmsten Bürgerinnen und Bürger dieser Länder in einer Abwärtsspirale gefangen gehalten werden. www.dgvn.de

14.03.2008 OECD-Umweltbericht fordert dringendes Handeln bis 2030
"Die Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen im Umweltschutz sind verfügbar, erreichbar und bezahlbar, gerade wenn man sie ins Verhältnis zum erwarteten Wirtschaftswachstum und zu den Folgen des Nichtstun setzt", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Vorstellung des OECD-Umweltausblicks 2008 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg in Oslo. "Der OECD-Umweltausblick ist eine beeindruckende Arbeit. Er vereint die Hoffnung für die Zukunft mit einem dringlichen Apell, heute zu handeln. Er bietet eine Richtschnur für Entscheider und führt die Erkenntnisse aus Wirtschafts- und Umweltanalyse zusammen", sagte Ministerpräsident Jens Stoltenberg.

13.03.2008 Nicht jede CO2 -Kompentsation ist gut, dies die Erkenntnis des WWF. Das Geschäft mit dem Klima boomt. Besonders beliebt sind so genannte Kompensationszahlungen, mit denen Firmen und Privatpersonen ihre „Klimasünden“ durch freiwillige Zahlungen ausgleichen können. Das Geld fließt in Projekte in aller Welt. Da es für das Weltklima egal ist, an welchem Ort die Treibhausgase reduziert werden, klingt die Idee verlockend, zumal mit den gleichen Investitionen in Entwicklungsländern oft weit größere Effekte erzielt werden können. Soweit die Theorie. In der Praxis weist das Modell allerdings erhebliche Lücken auf. Im Auftrag des WWF haben Wissenschaftler des Umweltinstituts Stockholm und Tricorona die gängigsten Systeme unter die Lupe genommen. „Die Studie hat eindeutig das beste Siegel identifiziert: den so genannten „Gold Standard.“, so WWF-Klimareferentin Juliette de Granbdpré. Das Siegel garantiere, dass die Projekte nur dank der zusätzlichen Gelder aus dem Kompensationsverfahren entstehen. Die lokale Bevölkerung ist stets eng in die Projektentwicklung eingebunden, so dass die Projekte auch der nachhaltigen Entwicklung dienen. www.wwf.de

25.02.2008 Weniger CO2 ist machbar, Frau Nachbar, sagen Forscher der ETH Zürich. Um der globalen Klimaerwärmung Einhalt zu gebieten, darf jeder Mensch nicht mehr als eine Tonne CO2-Emissionen verursachen. Dieses Ziel ist zwar ehrgeizig, aber erreichbar, wie Berechnungen des Energy Science Center der ETH Zürich zeigen. Der Pro-Kopf-Ausstoss an CO2 in der Schweiz liegt derzeit bei neun Tonnen im Jahr, der weltweite Durchschnitt beläuft sich etwa auf die Hälfte davon. Massiv gesenkt werden können die Emissionen mit einer auf drei Pfeilern beruhenden Energiestrategie, welche die ETH Zürich am Montag der Öffentlichkeit vorstellte. Die von ETH-Forscherinnen und -Forschern entwickelte Strategie beinhaltet einerseits eine Effizienzsteigerung bei der Nutzung von Energie und anderseits eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger wie Photovoltaik, Wasser oder Wind. Um das vorhandene Energiesparpotenzial noch zu verstärken, werden auch marktwirtschaftliche Anreize zur Steuerung der Energienachfrage in Betracht gezogen. www.esc.ethz.ch

15.02.2008 Das Carbon Disclosure Project hat diese Tage ihren Fragebogen an internationale Konzerne eröffnet. Entlang des Fragebogens sollen die angesprochenen Konzerne freiwillig über ihren CO2 -Ausstoss Auskunft geben - deklarieren sie ihn, so wird das Ergebnis auf der Homepage des CDP publiziert; deklarieren sie nicht, so wird die Verweigerung öffentlich gemacht. www.cdproject.net

14.02.2008 Schleswig-Holstein deckt 40 Prozent des Strombedarfs durch Windenergie. Nach ersten Berechnungen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wurden im Jahr 2007 rund 5.200 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt. Der Anteil der Windenergie am schleswig-holsteinischen Stromverbrauch konnte gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent erhöht werden und betrug im Jahr 2007 rechnerisch 40 Prozent. Wie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann sagte, sei dies insbesondere vor dem Hintergrund des erneut geringen Windaufkommens im vergangenen Jahr ein überaus positives Ergebnis. „Wie bereits in unserem Grünbuch dargelegt, wollen wir bis zum Jahr 2020 mehr Strom aus Windenergie zu erzeugen, als wir selbst verbrauchen“, so Austermann. www.sonnenseite.com

23.01.2008 HOHER ANSTIEG AN CO2 IN 2007 Gemäss den Messungen des Mauna Loa Observatory auf Hawaii sind die Werte für CO2 im Jahr 2007 um 2,12 ppm gestiegen - ein hoher Wert im Vergleich zu den Vorjahren. Die Konzentration an CO2 nähert sich damit der gemittelten Marke von 385 ppm. www.esrl.noaa.gov

09.01.2008 GRÜNE ALGEN GEGEN CO2 Isaac Berzin, Wissenschaftler am Massachussets Institute of Technology, verwendet grüne Algen, um die Abluft von Kraftwerken zu reinigen. Eine experimenelle Anlage an einem 20MW-Kraftwerk hat gezeigt, dass das System funtioniert. Die Abluft wird in eine Art Suppe mit grünen Algen geleitet - die Algen wachsen zufrieden und glücklich heran; sie werden täglich abgeerntet und weiterverwendet - zur Herstellung von Biodiesel. www.i-sis.org.uk

03.01.2008 ELEKTROAUTOS IM KOMMEN Während der Ölpreis zu Beginn des Jahres erstmals die 100-Dollar-Marke überschritten hat, legen die Elektroautos zu. Der französische Mischkonzern Bolloré hat kurz vor Weihnachten angekündigt, man werde das bereits 2005 am Salon de l'Automobile in Genf vorgestellte, rein elektrisch betriebene Auto ab Ende 2009 ausliefern. Partner und Namensgeber ist die italienische Designerfirma Pininfarina. Das Auto soll in Italien gebaut werden, 130 km/h schnell, in 5 Stunden ganz aufladbar sein, und die Reichweite beträgt 250 km; die Batterien sind Trockenbatterien aus dem Hause Bolloré, also nicht feuergefährdet. www.bollore.com

19.12.2007 NACH DEN UNSICHEREN ERGEBNISSEN der Klimakonferenz in Bali, bei der im wesentlichen eine Roadmap zur Erarbeitung einer Nachfolgekonvention zum Kyoto-Protokoll beschlossen wurde, bei der aber verbindliche Reduktionsziele weiterhin nicht gelten sollen, muss der Druck der Zivilgesellschaft auf Regierungen erhöht werden – NGOs und BürgerInnen sind aufgefordert, ihre Forderungen nach einem aktiven, nachhaltigen Klimaschutz und nach einer klaren Wende in der Energiepolitik zum Ausdruck zu bringen. Zum Beispiel, indem man die Klimainitiative unterschreibt www.wwf.ch

10.12.2007 AUFRUF ZUM HANDELN Mehr als 200 Klimawissenschaftler haben anlässlich der UN-Klimakonferenz eine Bali-Klima-Erklärung verfasst, in der sie die Regierungen drängen, möglichst schnell zu handeln und die Erwärmung einzudämmen. Bis 2050 müssten die globalen Treibhaus-Emissionen um mindestens 50 Prozent gegenüber den Werten von 1990 gesenkt werden, fordern sie. Langfristig müsste ihre Konzentration in der Luft auf ein CO2-Äquivalent von deutlich unter 450 ppm stabilisiert werden. Jetzt beträgt das CO2-Äquivalent 375 ppm: "Um unter einer Erwärmung von 2 Grad Celsius zu bleiben, müssen die globalen Emissionen in den nächsten 10-15 Jahren ihren höchsten Wert erfahren und zurückgehen. Daher ist keine Zeit zu verlieren", heißt es in der Erklärung. www.unfccc.int

10.11.2007 NEUERLICHES RÄTSELRATEN UM DIE FÖRDERRATEN VON ERDÖL In einem neuen Bericht für die Energy Watch Group rechnet die angesehene Beratungsfirma Ludwig-Bölkow-Systemtechnik, dass das Maximum der Fördermenge für Erdöl weltweit bereits überschritten ist. Das heisst, dass der Peak Oil, jener Punkt, an dem die Rate der Fördermenge der weltweiten Ölfelder insgesamt nur noch abnimmt, früher erreicht wurde, als bisher angenommen. www.energywatchgroup.org www.peakoil.net

08.11.2007 ENERGIESPAREN IST ANGESAGT schreibt die Internationale Energie-Agentur in ihrem jährlichen «World Energy Outlook». Denn im schlimmsten Fall werden die Schadstoffemissionen bei der Fortschreibung der bisherigen Trends bis 2030 um rund 57 Prozent steigen, was gemäss den Berechnungen des IPCC die Temperaturen der Erde um 6° Celsius ansteigen liesse. www.iea.org

06.11.2007 KLARES BEKENNTNIS ZUM SCHUTZ DES KLIMAS Die «Volksinitiative für ein gesundes Klima» ist nach Angaben der Initianten zu Stande gekommen. Innerhalb von gut fünf Monaten seien rund 120'000 Unterschriften gesammelt worden, teilte der Verein Klima-Initiative am Dienstag mit. Die «Volksinitiative für ein gesundes Klima» ist nach Angaben der Initianten zu Stande gekommen. Innerhalb von gut fünf Monaten seien rund 120'000 Unterschriften gesammelt worden, teilte der Verein Klima-Initiative am Dienstag mit. Dies sei ein klares Signal der Schweizer Bevölkerung für eine mindestens 30-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990.

01.11.2007 EINSPARUNGEN VON CO2 RECHNEN SICH, berichtet die NZZ aus Berlin und schreibt: Das ehrgeizige Klimaschutzprogramm der deutschen Regierung nimmt Konturen an. Erst im August von der Koalition in Eckpunkten festgelegt, will das Kabinett das Riesenprogramm mit Hunderten von Eingriffen vom Kühlschrank über den Industriemotor bis zum Offshore-Windpark schon Anfang Dezember in Form von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen beschliessen. Der Zeitdruck ergibt sich aus der dann beginnenden Kyoto-Nachfolgekonferenz in Bali, an der sich Deutschland als Musterknabe präsentieren will, um glaubwürdig Druck auf die anderen Staaten für den Abschluss weitreichender Klimaschutzmassnahmen auszuüben. Umweltminister Sigmar Gabriel zeigte sich am Mittwoch überzeugt, dass die Regierung ihr Ziel erreichen werde, bis 2020 die jährlichen CO 2 -Emissionen um 40% gegenüber 1990 zu senken.

25.10.2007 RASCHERE ZUNAHME VON CO2 ALS ERWARTET Eine neue Studie über den weltweiten Ausstoss von Kohlendioxid ist zu einem überraschenden Ergebnis gelangt: Die Emissionen des für die globale Erwärmung mitverantwortlichen Treibhausgases nehmen stärker zu als bisher erwartet. Zugleich verringert sich offenbar die Aufnahmefähigkeit der Natur für CO2, wie das Global Carbon Project am Dienstag in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» berichtete. www.globalcarbonproject.org

20.10.2007 KOHLENSTOFFGERECHTIGKEIT IST DAS ZAUBERWORT von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in Potsdam auf einer Wissenschaftskonferenz im Beisein von 15 Nobelpreisträgern eine Ansprache hielt. Die Kanzlerin ohne jedes Wenn und Aber: Zur Mitte des Jahrhunderts darf jeder Mensch, ob Afrikaner, Chinese, Deutscher oder Amerikaner nur noch gleich viel CO2 emittieren. Das heißt konkret und praktisch: Jeder Mensch unter dieser Sonne hat das Recht auf gleichen Wohlstand. Eine revolutionäre Forderung. Denn heute sieht die CO2-Bilanz auf unserem Planeten ganz anders aus. Ein US-Amerikaner produziert 20 Tonnen, ein Deutscher 11, ein Chinese 3.5, ein Inder 2 und ein Afrikaner 0,5 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid. Der Kommentar von Franz Alt auf der Seite www.sonnenseite.com

14.10.2007 DAS IPCC, SOEBEN NEBEN AL GORE MIT DEM FRIEDENSNOBELPREIS ausgezeichnet, warnt, dass bis ins Jahr 2099 sich die Temperatur auf der Erde um bis zu 6 Grad Celsius erhöhen könnte. Dann wäre eine sehr deutliche Erhöhung der Meeresspiegel nicht mehr abwendbar, und es würden sich weltweit Epidemien ausbreiten.

08.10.2007 DIE FLUGGESELLSCHAFT SWISS WIRBT MIT CO2-SENKUNG, und zwar in halbseitigen Inseraten in der Schweizer Presse. Einer der Angelpunkte - die Partnerschaft von SWISS mit myclimate.org., ein weiterer: technische Massnahmen, unter anderem sparsame, leichtere Flugzeuge. Was fehlt, sind Hinweise darauf, wer die angekündigten CO2 -Einsparungen mit einem unabhängigen Monitoring auch überprüft. www.swiss.com/umwelt

07.10.2007 AUF PRIVATE INITIATIVE UND GEGEN DEN WIDERSTAND der Regierung entstand in Baden-Württemberg der grösste Windpark des Bundeslandes. Mit dem Windpark wird das Argument widerlegt, Windanlagen seien nur an Küsten oder eventuell auf dem Meer rentabel. Die Anlage in Simmersfeld (Kreis Calw) mit 14 Windrädern erzeugt 64 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr, der Umwelt werden so 54.000 Tonnen CO2 erspart - umweltfreundlicher Strom für 70.000 Menschen, auf einem ehemaligen Militärgelände. Zur Zeit gibt es in Baden-Württemberg lediglich 290 Windräder, die 0,4 Prozent des baden-württembergischen Stroms produzieren. Immerhin sagte Umweltministerin Tanja Gönner, bis 2020 solle der Windstromanteil verdreifacht werden.

25.09.2007 15 NEUE SOLARFABRIKEN KRIEGT DEUTSCHLAND BIS 2008 denn in Deutschland läuft die Photovoltaik-Industrie auf Hochtouren. Die Solarzellenproduktion wuchs im ersten Halbjahr 2007 um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die deutschen Solarzellen-Produzenten stellten von Januar bis Juni dieses Jahres Zellen mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt her. Weltweit stammt mittlerweile jede vierte installierte Solarzelle aus deutscher Fertigung. Der Europäische Dachverband der Photovoltaikindustrie (EPIA) erwartet eine Verdopplung des Weltmarktes innerhalb der nächsten drei Jahre, und für 2010 rechnet EPIA mit einem Weltmarkt von 5,6 Gigawatt. Erwartet wird, daß sich die Solarindustrie zu einer Leitindustrie entwickelt, die zusammen mit anderen erneuerbaren Energien klassische Industriebranchen wie den Fahrzeugbau überflügeln wird. www.heise.de

22.09.2007 ERFREULICHE TENDENZEN IM AUTOBAU An der IAA in Frankfurt wurden reihenweise neue, innovative und äusserst klimafreundliche Fahrzeuge gezeigt. Hervorzuheben ist der Fiat Aria - durch zahlreiche verbrauchsminderne Maßnahmen soll der CO2-Ausstoss des Italieners beim Rekordwert von 69 g/km liegen. Die Basis dafür bildet der neue, 80 PS starke, Zweizylinder-Turbomotor mit 0,9 Liter Hubraum und mit doppelter Kraftstoffversorgung durch Benzin und ein Erdgas-Wasserstoff-Gemisch, MTA-Getriebe sowie einer Stop&Start-Vorrichtung. Im Innenraum kommen überwiegend recycelte und wiederverwertbare Werkstoffe zum Einsatz. www.fiat.com

16.09.2007 AUCH DIE ESA BESTÄTIGT REKORDSCHMELZE Die Eisfläche der Arktis ist nach Angaben der Europäischen Raumfahrtbehörde (Esa) auf einen historischen Tiefstand abgeschmolzen. Als Folge davon ist die Nordwest-Passage im Norden Kanadas zwischen dem Atlantik und dem Pazifik völlig eisfrei und für Schiffe befahrbar. Dies wiederum weckt nach Angaben des dänischen Wissenschaftlers Leif Toudal Pederson die Hoffnung, dass die Passage früher als bislang angenommen vollständig für die Schifffahrt geöffnet werden könnte. Experten machen die globale Erwärmung für das Abschmelzen des Eises verantwortlich. Die Esa veröffentlichte am Samstag auf ihrer Website Satellitenbilder, die die vom Eis befreite Passage zeigen. Die Eisfläche der Arktis ist Pederson zufolge allein im vorigen Jahr um eine Millionen Quadratkilometer auf drei Millionen Quadratkilometer geschmolzen. Der bisherige Tiefstand lag nach Angaben der Esa im Jahr 2005 bei rund vier Millionen Quadratkilometern. aktuelle News der ESA

10.09.2008 ALARMIEREND KLEINE EISFLÄCHE Wie der Meteorologe Leif Toudal Pedersen von der Technischen Universität Kopenhagen (DTU) der Zeitung „Jyllands-Posten“ berichtete, hat die Auswertung aktueller Satellitenfotos eine Eisfläche rund um den Nordpol von derzeit weniger als drei Millionen Quadratkilometern ergeben. „Das ist ein extremer Tiefstwert für die Eisdecke“, sagte Pedersen. Der Meteorologe Eigil Kaas nannte die neuen Messergebnisse „erschreckend“. Er sagte weiter: „Was wir da erleben, ist krass. Es bestätigt die schlimmsten Prognosen.“ Experten des Zentrums für Marine- und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) der Universität Hamburg hatten noch vor einem Monat eine Eisfläche von etwa 3,5 Millionen Quadratkilometern bis zum Ende des Sommers als untere Grenze prognostiziert. Im Juli 2006 waren 5 Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans und zehn Jahre zuvor 6,5 Millionen Quadratkilometer mit Eis bedeckt.

31.08.2007 KEINE FESTLEGUNG AUF REDUKTIONSSZIELE In Wien sind die Klimagespräche zur Vorbereitung der Uno-Klimakonferenz in Bali zu Ende gegangen. Auf eine Festschreibung von Zielen für die CO2-Reduktion für die Zeit nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls konnten sich die Delegationen nicht einigen. Die Schweiz wirft den Vorwurf zurück, die Verhandlungen blockiert zu haben. In Wien ist am Freitag das Vorbereitungstreffen für die Uno-Klimakonferenz auf Bali zu Ende gegangen. Umweltschützer kritisieren, dass keine Ziele zur CO2-Reduktion festgeschrieben wurden. Das sei auch nicht geplant gewesen, sagt die Schweizer Delegation. «Eine Zahlenaufstellung war nicht auf der Tagesordnung», sagte Botschafter Thomas Kolly, Leiter der Abteilung Internationales des Bundesamtes für Umwelt BAFU. Vielmehr habe man generell über den weiteren Fahrplan für den Klimaschutz gesprochen. Demnach werde an der Uno-Konferenz im Dezember auf Bali das Vorgehen nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 diskutiert. Konkrete Ziele zur CO2-Reduktion sollten gemäss dem Fahrplan aber erst 2009 vereinbart werden. (sda)

27.08.2007 DAS BERATEENDE ORGAN FÜR FRAGEN DER KLIMAÄNDERUNG in der Schweiz, das OcCC hat am vergangenen Freitag Vorschläge, wie die Schweizer Klimapolitik für die Zeit nach 2012 (nach dem Auslaufen der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls) aussehen soll, vorgestellt. Dabei betonte Kathy Riklin, Präsidentin des OcCC, es müsse mit allen Mitteln verhindert werden, dass die globale Temperatur um mehr als 2 Grad Celsius ansteige. Der prominente Klimaforscher und Mitglied des IPCC, Thomas Stocker, erklärte, dass auch ein sofortiger Emissionsstopp die globale Erwärmung nicht bremsen könne - rasches Gegensteuer sei deshalb nötig. www.occc.ch

20.08.2007 CO2 BEWUSSTES EINKAUFEN IST ERWÜNSCHT. Eine Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture zeigt, dass Konsumenten auch im Supermarkt zunehmend auf Nachhaltigkeit achten. Demnach wäre die Angabe, wie viel klimaschädliches CO2 für Herstellung, Logistik und Verpackung einer Ware ausgestoßen wird, für 70 Prozent der Deutschen ein wichtiges Kriterium beim Lebensmittelkauf. Neun von zehn Verbrauchern wünschen sich mehr Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege hinter sich haben (89 Prozent). 75 Prozent gehen eher zu Händlern, denen sie umweltbewusstes Verhalten unterstellen. www.accenture.com

16.08.2007 ENERGIEMINISTER LEUENBERGER WILL DIE CO2 -ABGABE auf Heizöl und Erdgas auf andere klimawirksame Gase ausdehnen; allerdings soll der grösste Teil der Abgaben wieder an die Bevölkerung zurückerstattet werden. Insgesamt, so der vorgestellte Klimabericht, soll in der Schweiz der Ausstoss von Treibhausgasen ab 2012 um 1,5 Prozent pro Jahr gesenkt werden. Umweltminister Moritz Leuenberger schlägt dazu eine Lenkungsabgabe mit einer teilweisen Zweckbindung vor, wie er am Donnerstag erklärte; die neue Abgabe soll maximal 200 Franken pro Tonne CO2 -Äquivalent betragen. Alliance Sud, der Zusammenschluss der Hilfswerke, hat den vorgeschlagenen Bericht umgehend als ungenügend qualifiziert. "Der Bericht missachtet die Klimakonvention und die wissenschaftlichen Erkenntnisse des International Panel on Climate Change (IPCC) und will die globale Erwärmung nicht auf maximal 2 Grad begrenzen", sagt Rosmarie Bär, Umweltexpertin bei Alliance Sud. Der Klimabericht ist zu finden unter www.uvek.admin.ch.

12.08.2007 GEMÄSS MESSUNGEN DES MAUNA LOA INSTITUTE auf der Insel Hawaii hat die Konzentration von CO2 in der jeweilig höchsten Periode (Mai) gegenüber dem Vorjahr um 1,6 ppm zugenommen. Das ist eine Zuwachsrate, die ungefähr im Mittelfeld der letzten Jahre liegt – eine Trendumkehr ist nicht erkennbar, und wenn es so weiter geht, erreicht die Erdatmosphäre binnen weniger Jahre die absolut unzulässige Marke von 400 ppm. www.esrl.noaa.gov

10.08.2007 ES WIRD NOCH HEISSER IN DEN KOMMENDEN JAHREN berichtet das Journal «Science» in seiner heutigen Ausgabe. Mindestens die Hälfte der Jahre von 2010 bis 2014 wird wärmer als das weltweit heisseste Jahr 1998. Selbst wenn sich in den nächsten Jahren die Erwärmung verlangsamen sollte, so hatte das renommierte Hadley Center in Exeter berechnet, werde der Trend nach einer Phase der Beruhigung wieder stark nach oben weisen. www.metoffice.gov.uk

06.08.2007 WELCHES RISIKO BIRGT CO2 FÜR INVESTOREN - dieser Frage ging eine Studie des Centre Info in Zusammenarbeit mit der Société Générale Equity Research nach. Die Publikation mit dem Titel «CO2 -Risiken vorbeugen» misst den Einfluss der Entwicklung der CO2 -Emissionskosten auf die Unternehmensergebnisse und unterscheidet die potentiell «guten» von den potentiell «schlechten» Titeln – Ergebnis: dass es sich bei steigenden Kosten für die Emission von CO2 nicht lohnt, in Firmen zu investieren, die «Business as Usual» betreiben. www.centreinfo.ch

03.08.2007 TÄGLICH WERDEN 70 MILLIONEN TONNEN CO2 in die Atmosphäre ausgestossen, das sind im Jahr rund 25 Milliarden Tonnen. Noch nie in der Erdgeschichte ist der Anteil an CO2 in der Atmosphäre höher gestiegen als bis zu 280 ppm - der aktuelle Wert liegt bei 386 ppm. «Wir, die menschliche Spezies, sind in Gefahr», sagte der frühere Vizepräsident der USA und heutiger Klimaaktivist Al Gore im Hinblick auf diese Zahlen, «wir stehen vor einem entscheidenden Augenblick. www.climatecrisis.net

31.07.2007 DIE ÜBERMÄSSIGEN REGENFÄLLE IN SÜDENGLAND seien absolut ungewöhnlich, sagte Jon Finch vom Center for Ecology and Hydrology an der Oxford University. Seit 1914 habe es keine vergleichbaren Regenfälle mehr gegeben, meinte er gegenüber der Presse, ja, man müsse bis 1766 zurück gehen, um ähnliche Ereignisse feststellen zu können. Die sintflutartigen Regenfälle widersprechen auf den ersten Blick den Prognosen der Klimaforscher, die für diese Region eher trockenere Sommer vorausgesagt haben; aber Jon Finch machte deutlich, dass das erste Anzeichen der Klimaänderung die extreme Variabilität sei. www.meteoschweiz.admin.ch/klimaaenderung

27.07.2007 DAS AUTO IST DAS LIEBSTE VERKEHRSMITTEL der Europäer - das geht aus einer Umfrage der EU-Kommission in 27 Ländern hervor. Gemäss einer Meldung der NZZ gaben 78 Prozent der Befragten an, dass der Autotyp und die Art der Nutzung einen wichtigen Einfluss auf die Umwelt hätten. Ganze 35 Prozent meinen, man sollte nur noch emissionsärmere Autos für den Verkehr zulassen, um den Ausstoss an CO2 zu verringern. Das Weissbuch zur europäischen Verkehrspolitik unter ec.europa.eu/transport/white_paper.

26.07.2007 DER ANTEIL AN BIOGAS hat sich bei den Erdgastankstellen der Industriellen Werke IWB der Stadt Basel erstmals auf über 50 Prozent erhöht. Damit fahren Autos mit Gasbetrieb in der Region Basel besonders CO2 -sparsam - nicht nur schlägt bei ihnen zu Buche, dass Erdgas an sich bereits zu rund 20 bis 30 Prozent weniger CO2 emittiert; der Anteil an Biogas ist klimaneutral, weil hier nur bereits pflanzlich gebundenes CO2 ausgestossen wird. Man spart so zwischen 70 und 80 Prozent CO2 - ganz schön viel. www.erdgasfahren.ch. Die Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre verharrt nach wie vor bei hohen 386.06 ppm

25.07.2007 EIN FLUGZEUG MIT NUR HALB SO VIEL CO2 -AUSSTOSS möchte der Chef der Fluggesellschaft Easy Jet, Andrew Harrison, bis zum Jahr 2015 bauen lassen. Das aus Verbundstoffen hergestellte, sehr leichte, mit nach vorne gepfeilten Flügeln ausgestattete Flugzeug soll langsamer fliegen und - dank offenen Propfan-Turbinen mit extrem grossen Schaufeln zwischen den beiden Heckflossen, auch 25 Prozent weniger Lärm und 75 Prozent weniger Stickoxide ausstossen. Die Propfan-Technologie stammt aus den achtziger Jahren und wurde damals verworfen, weil die Kerosinpreise sanken. www.nzz.ch/magazin/mobil.

24.07.2007 DIE MESSUNG VON CO2 in unserer Atmosphäre geschieht am Mauna Loa Institut auf der Insel Hawaii. Das Institut gehört zur US National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA und liegt auf einer Höhe von 3397 Meter auf der nördlichen Flanke des Mauna Loa-Vulkans. Das Mauna Lao Observatory wurde 1957 gegründet und hat sich zum ersten und bekanntesten Beobachtungszentrum für die Veränderungen in der Atmosphäre entwickelt – bis zu 250 verschiedene Parameter misst das Observatorium www.esrl.noaa.gov In diesem Monat beträgt die aktuelle Konzentration von CO2 bei 386.06 ppm




























LeadText